Resistence, Insistence, Subsistence

Ästhetik und Politik

Peter Weiss Roman, Die Ästhetik des Widerstands, beginnt mit einer Szene im Pergamon Museum Berlin, 1937, in der eine Gruppe junger Antifaschisten sich gemeinsam den Pergamon Fries anschaut. In den Giganten, die von olympischen Göttern niedergeschmettert werden, sehen sie die Sklaven, die den Altar erbauten und in diesen erkennen sie wiederum sich selbst und ihren Kampf gegen die Unterdrückung durch den Faschismus.

Kann Kunst durch die Veränderung von Sichtweisen, politische Diskurse transformieren und Menschen zusammen bringen? Dieser Workshop möchte untersuchen welche kulturellen Praktiken den Aufstieg der politischen Rechten in Deutschland und dem Rest der Welt heute etwas entgegensetzen können. Wie können wir den Erfolg von rechtem Populismus, und die Macht der kulturindustriellen Beeinflussung durch Medienplattformen wie Youtube, Facebook, Instagram etc. unterlaufen? Welche kulturellen Praktiken können die politische Handlungsfähigkeit einer, zunehmend durch elektronische Geräte atomisierten und parzellierte Gesellschaft, wieder ermöglichen?

Unser Workshop wird ein Labor für die Analyse und Entwicklung politischer und ästhetischer Praktiken sein. Wir werden Beispiele alternativer (hyper)medialer, performativer, literarischer und visueller Strategien untersuchen, um zu verstehen wie diese solidaritätsstiftend gegen neurechte Bewegungen wirksam werden können. Aufbauend auf dieser Analyse möchten wir anschließend selbst mit den untersuchten Formen experimentieren um die Möglichkeiten einer Ästhetik des Widerstands in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation weiterzuentwickeln.

Projektleiter*innen:
Dr. Baruch Gottlieb
Franziska Wildt

Video zur Abschlusspräsentation:

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