Prototopia

In Shakespeares letztem Werk „Der Sturm“ schlägt Prospero – Magiker, Politiker, Wissenschaftler und Künstler – vor, in Echtzeit / Real Time die Bedingungen für die Gestaltung sozialer Utopien zu untersuchen.

Huxleys Romantitel „Schöne neue Welt“ bedient sich eines Zitats aus diesem Stück und zeigt dort, wie schnell sich aus Utopie Distopie entwickeln kann – also deren Kehrseite mit sozialer Kontrolle und Repression.

Doch trotz dieser negativen Szenarien, und auch trotz des Scheiterns der Utopien in unserer Geschichte, spielen utopische Denkmodelle im Streben nach einer idealen Gesellschaft eine zentrale Rolle in der Gestaltung sozialer und kultureller Praxis.

Was heißt dies für die zeitgenössische Kunst und Gestaltung?

In unserem Projekt wollen wir die Konditionen für eine Echtzeit-Utopie zu untersuchen und testen. Es ist der Versuch, Mikrostrategien zu entwickeln, die uns ermöglichen, durch Design oder Choreographie die Voraussetzungen für Politik der Ästhetik und Ästhetik der Politik zu schaffen.

Wie zum Beispiel können wir elegant zusammenarbeiten, individuelles Vermögen als auch Wissen in einem pluralistischen künstlerischen Diskurs herausarbeiten?

In einer Serie von Experimenten und Improvisationen, die den Körper und spezifische Objekte Deines Interesses einbeziehen, versuchen wir herauszufinden, wie wir durch gemeinschaftliche Prozesse zu diversen, aber vernetzten Ergebnissen kommen können.

 

Film der Abschlusspräsentation

 

 

Projektleitung

Prof. Rhys Martin, Solo/Dance/Authorship (UdK/HZT)

Prof. Axel Kufus, Produkt- und Prozessgestaltung (UdK/IPP)

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